Der »reformierte Spiegel« ist ein wöchentlicher Rückblick auf die reformatorische Welt. Jeden Sonntag neu, hier auf dem Blog vom Timotheus Magazin. Im Fokus stehen Neuigkeiten, Blogposts und Buchveröffentlichungen.

LARRY NORMAN: DEM VOLK AUFS MAUL SINGEN

Larry Norman, ein in Deutschland lebender (missionierender) Engländer kritisiert – ganz zu Recht – die Angewohnheit vieler deutscher Gemeinden auf Englisch zu singen: »Hört auf, Lieder auf Englisch in deutschsprachigen Gottesdiensten oder Jugendtreffen zu singen. Ich werde nicht sauer sein, wenn ihr meine Muttersprache ausschließt. Ich wäre euch sogar sehr dankbar. Ja ich weiß, manche englischen Lieder sind sehr gut. Aber ihr braucht sie nicht zu singen. Nicht wegen mir. Singt bitte auf Deutsch.«

BUNYAN: PILGERREISE ZUR SELIGEN EWIGKEIT

Der Folgen Verlag hat eine Neuauflage des großen Klassikers herausgebracht. Auf dem Blog Nimm und Lies heißt es zu dem Buch: »Hier sind drei Empfehlungen für die Lektüre: Nehmen Sie sich dieses Buch abschnittsweise vor. Denken Sie über das Gelesene nach, schlagen Sie die Bibelstellen auf. Lesen Sie Ihrem Ehepartner und Ihren Kindern daraus vor. Und bleiben Sie getrost, falls Sie wie Christ Ihre Last beim Kreuz ablegen durften: Ihre Zielankunft ist so gewiss, wie sie erstaunlich ist.«

SPURGEON KONFERENZ 2016

»In der Zeit vom 18. bis 21. Mai 2016 wird es in München wieder eine Spurgeon-Konferenz geben. Die Konferenz, benannt nach Charles Haddon Spurgeon, „the Prince of Preachers“, möchte Christen aufzeigen, wie sie Gottes Wort besser verstehen, auslegen und verkündigen können. Die Unterrichtseinheiten und Vorträge ermutigen, Gott beim Wort zu nehmen und es für die Zuhörer verständlich zu kommunizieren. In Gruppenarbeiten wird das Erlernte weiter vertieft und praktisch angewandt.«


AN DIESEM TAG IM JAHR 1546*  Am 28. Februar 1546 wurde der schottische Reformator George Wishart von der römisch-katholischen Obrigkeit verhaftet. Am nächsten Tag wurde er auf Anordnung des Kardinals David Beaton als Häretiker verbrannt. Zum Zeitpunkt seines Todes war er lediglich 32 (?) Jahre alt. In den Jahren vor seinem Märtyrertod trug er durch seine Tätigkeit als Prediger dazu bei, die reformierten Lehren Luthers und Zwinglis in Schottland zu verbreiten.


Der Islam und die Gewalt

Ron Kubsch hat den Buchautor Eberhard Troeger (»Der Islam und die Gewalt«) zu dem Thema Islam und Gewalt interviewt. Darin sagt Troeger treffend: »Die demographische Katastrophe Europas und der gleichzeitige Ansturm von Zuwanderern aus aller Welt schaffen eine in Subkulturen segmentierte Gesellschaft, die kaum noch gemeinsame Werte und Identitäten hat und deshalb immer schwerer zu regieren ist. Zu bedenken ist ferner, dass die muslimische Ideologie sich gegen Integration sperrt. Der Islam will von seinem Ansatz her herrschen, sich aber nicht integrieren (Integration heißt ja Ein- und Unterordnung!). Die Konflikte sind vorprogrammiert. Es ist deshalb höchste Zeit, dass die europäischen Länder die Zuwanderung nicht mehr dem Zufall überlassen, sondern Zuwanderungsstrategien entwickeln. Vielleicht ist es schon zu spät. Denn Integration großer Zahlen von Zuwanderern ist nicht eine Aufgabe von Jahren, sondern von Jahrzehnten.«

WILLOW CREEK: EIN GESCHEITERTES MODELL?

Die pragmatische »Gemeinde-Wachstumsbewegung« Willow Creek rund um Bill Hybels hat es in Deutschland nicht leicht. Während es hier und da durchaus gewisse Hypes verursachen kann, bleibt doch die Nachhaltigkeit aus, was bei der mangelnden Orientierung am Wort Gottes auch nicht verwunderlich ist. Auf dem Blog »Der Ruf« heißt es dazu: »Weder in Quantität (Zahlen) noch in der Qualität (geistliche Frucht) kann die Gemeindewachstumsbewegung überzeugend unter Beweis stellen, dass sie etwas Positives oder gar Beständiges hervorgebracht hat. Der Grund hierfür besteht im falschen Fundament der unbiblischen pragmatischen Philosophie ihrer Gründer und Protagonisten. Unter dem Titel Das Alte Kreuz und das Neue Kreuz fasst A. W. Tozer, der noch vor der Entstehung der Gemeindewachstumsbewegung lebte, das Fundament von Gemeindearbeit und Mission treffend zusammen: ›Wenn wir das Evangelium verkündigen, sollten wir uns nicht als Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit betrachten, die ein gutes Einvernehmen zwischen Christus und der Welt schaffen wollen. Wir sollten uns nicht als Personen betrachten, die Christus für die Wirtschaft, die Presse, die Welt des Sports oder das moderne Bildungswesen akzeptabel machen. Wir sind keine Diplomaten, sondern Propheten, und unsere Botschaft besteht nicht aus einem Kompromiss, sondern aus einem Ultimatum.‹«

ULRICH PARZANY: (TEILWEISE) HILFREICHE ERKLÄRUNGEN

Ulrich Parzany und das neue »Netzwerk Bibel und Bekenntnis« hat Stellung zur Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Verbandes und die daraus hervorgehende Erklärung bezogen. Parzany schreibt u. a.: »Ich bin dankbar für die Klärungen, lese aber zugleich mit Verwunderung: ›Wir nehmen jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung.‹ Da besteht aber nicht nur eine Spannung, sondern offensichtlich ein Widerspruch.  Selbst auf der Basis verschiedener Bibelverständnisse lassen sich biblische  Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Praxis nicht in Einklang bringen.«


Vielen Dank für dein Interesse! Unsere Arbeit kannst du durch ein Abo bestmöglich unterstützten — HIER ABSCHLIEßEN!


Zitat der Woche

ZDW9-01