Für jemanden, der zu Recht als die »führende konservative Stimme in der fundamentalistisch-modernistischen Kontroverse der 20er Jahre[1]« bezeichnet werden kann, ist der presbyterianische Theologe und Princeton-Professor John Gresham Machen (1881-1937) zumindest hierzulande relativ unbekannt. Die folgende Darstellung soll diese Lücke schließen, Machens Leben und Werk kurz skizzieren – und zu einer Beschäftigung mit seinen zentralen Thesen anregen.

Wenn der Biograph Nichols Machen als »unwahrscheinlichen Helden« bezeichnet[2], liegt diese Einschätzung in der behüteten Kindheit Machens begründet. Eher privilegiert aufgewachsen[3] in der High-Society Baltimores als Sohn eines bekannten Anwalts (Arthur Webster Machen, dessen Vater als Geschäftsleiter des US-Senats politisch gut vernetzt war) und einer 21 Jahre jüngeren Mutter, die den vornehmsten Kreisen Georgias entstammte (Mary Gresham Machen), genoss der junge Machen eine hervorragende Erziehung[4], die ihn zwar für höhere Aufgaben in Staat und Gesellschaft prädestinierte – nicht aber für eine entscheidende Rolle in den theologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit. »Den geistlichen Dienst«, so schrieb er seinem Vater, »kann ich mir nicht vorstellen«[5]. An fehlender religiöser Erziehung kann diese Abneigung nicht gelegen haben, war doch insbesondere seine Mutter immer bestrebt, John und seinen Brüdern Arthur und Thomas nicht nur die Bibel, sondern auch den Westminster-Katechismus und Bunyans Pilgerreise nahezubringen[6]. Im Alter von 15 Jahren wurde er auf sein Glaubensbekenntnis hin in die Franklin Street Presbyterian Church aufgenommen, der seine Mutter angehörte.

Findungsphase

Bei der Auswahl des Colleges unternahm der Musterschüler Machen keine Experimente. Er entschied sich für die John-Hopkins-Universität vor Ort und studierte dort, motiviert von seiner Vorliebe für die griechischen Klassiker, Altphilologie. Nach einer Europa-Reise, ein Geschenk seiner Eltern zum Universitätsabschluss, muss er sich noch immer unschlüssig darüber gewesen sein, was er mit seinem Leben anfangen wollte. Er blieb für eine Promotion an der Universität, die ihm so erfolgreich glückte, dass er 1901 in die Phi-Betta-Kappa-Gesellschaft aufgenommen wurde, die älteste und angesehenste Studentenverbindung der Vereinigten Staaten. Auch das weitere Studium in Chicago im Sommer 1901 erwies sich als wenig zielführend: Internationales Recht und Bankwesen stand auf dem Lehrplan. Erst nach zahlreichen Diskussionen mit seinen Eltern und seinem Pastor in Baltimore entschied er sich letztlich dafür, sich in Princeton einzuschreiben, wobei er zeitgleich Theologie am Princeton Theological Seminary und Philosophie an der Princeton University studierte – und sich für Football begeisterte. Zu seinen Lehrern in Theologie gehörten Benjamin Warfield[7], Caspar Hodge, Francis Patton und William Armstrong, wobei insbesondere die letzteren einen erheblichen Einfluss auf Machen gewannen. Über Patton, den ersten Präsidenten des Princeton Theological Seminary, schrieb er nach dessen Tod 1932: »Er war ein wahrer Freund für mich. Ich wäre niemals vorangekommen ohne seine Hilfe«[8]. Armstrong, der Neues Testament lehrte, empfahl Machens Aufsatz über die Geburtserzählungen der Evangelien für eine renommierte Auszeichnung und die Veröffentlichung in der »Princeton Theological Review«. Als Machen tatsächlich gewann, brachte ihm dies ein Forschungsstipendium in Deutschland ein.

1905 studierte Machen zunächst in Marburg, dann in Göttingen. Auch wenn Machen später schrieb, dass es nicht Deutschland war, »das zuerst Zweifel in meiner Seele weckte«[9], muss diese Episode doch als krisenhafte bezeichnet werden[10]. Insbesondere die Vorlesung von Wilhelm Herrmann[11] in Marburg wurde zur Herausforderung für Machen, der weder auf die Auswüchse liberaler Theologie, noch auf die offenbar lebendige Frömmigkeit dieses Lehrers ausreichend vorbereitet war. An seinen Vater schrieb Machen: »Ich bin völlig verwirrt worden von dem, was er sagt – seine Ergebenheit für Christus ist viel tiefer als alles, was ich während der letzten Jahre von mir selbst kenne«[12]. Unter anderem durch den Briefwechsel mit seiner Mutter gewann Machen die Einsicht, dass er nach einer Versöhnung von Glauben und Vernunft suchte. Weder ein bloßer Intellektualismus ohne Hingabe, noch ein begeisterter »Glaube« ohne solide Basis konnten ihn zufriedenstellen. Diese Einsicht sollte sein ganzes weiteres Leben prägen[13]. Zurück in den USA nahm er 1906 das Angebot Armstrongs für eine Assistentenstelle in Princeton an. Er kam dort im Studentenwohnheim „39 Alexander Hall“ unter und war bei den Studenten nicht nur wegen seines fachlich hervorragenden Unterrichts, sondern auch wegen seiner Geselligkeit beliebt. Samstags öffnete er abends sein Appartement für die Studenten, wo er Früchte und Tabak anbot und bis in die Nacht diskutiert wurde. 1912 veröffentlichte er vier vielbeachtete Aufsätze[14], die seinen Aufstieg beförderten: 1914 wurde er zum Assistenz-Professor ernannt und, ganz entgegen seiner ursprünglichen Absichten, von der Presbyterian-Church ordiniert. Seine Antritts-Vorlesung »Geschichte und Glaube« sorgte für internationale Aufmerksamkeit und legte den Grundstein für sein weiteres Wirken und die Auseinandersetzung mit der liberalen Theologie. In diese Zeit (1910-1915) fiel auch die Veröffentlichung der von Torrey herausgegebenen, ursprünglich zwölfbändigen Ausgabe der »Fundamentals«, die aufgrund großzügiger Finanzierung durch die Öl-Millionäre Lymon und Milton Stewart in Millionenauflage kostenlos verteilt wurden[15]. Obwohl auch Machens Mentor Warfield einen Artikel über die Gottheit Jesu beisteuerte, ließ sich Machen später nur zögerlich mit der entstehenden Bewegung der Fundamentalisten in Zusammenhang bringen[16]. Als der Erste Weltkrieg begann, nahm Machen nicht als Soldat, sondern als Freiwilliger im Rahmen der CVJM-Arbeit teil und unterstütze französische und amerikanische Soldaten an der Front[17]. Einige Monate nach Kriegsende kehrte er zurück in die Staaten, wo er alsbald in die Modernismus-Debatte verwickelt wurde – auch an seiner eigenen Hochschule.

Die Modernismus-Debatte

1921 starb Benjamin Warfield. Machen schrieb anlässlich der Beerdigung an seine Mutter: »Es scheint mir, dass das alte Princeton – eine große Institution – starb, als Dr. Warfield hinausgetragen wurde«[18]. In der Tat verlor Princeton mit Warfield einen der einflussreichsten konservativen Theologen Amerikas – und Machen schickte sich an, in seine Fußstapfen zu treten. 1921 veröffentlichte er seine erste große Monographie, »Der Ursprung der Religion des Paulus«, in dem er eine Serie von Vorlesungen am Union Theological Seminary in Virginia zusammenfasste. Die Wahl des Themas war kein Zufall: »Die Abhängigkeit des Christentums von einer bestimmten Auffassung über seinen Ursprung und seinen Gründer wird neuerdings heftig attackiert. Viele sind der Meinung, das Christentum könne unabhängig von seinem Ursprung gesehen werden, so dass diese Ursprungsfrage völlig getrennt werden sollte von den anstehenden religiösen Interessen der Kirche«[19]. Für Machen dagegen war die Frage nach dem Ursprung des Christentums auch die Frage nach seiner Wahrheit – und damit die wichtigste praktische Frage unserer Existenz[20]. Mit dieser Botschaft bereiste Machen in zunehmender Intensität die Vereinigten Staaten und sprach allein 1922/23 in New York, New Jersey, Philadelphia, Chicago und Iowa über Themen wie »Was ist Christentum?«, »Die Fundamente des christlichen Glaubens« und »Ist das Christentum wahr«[21]. Die Beschäftigung mit dieser Frage mündete schließlich in seinem wohl bekanntesten Werk »Christentum und Liberalismus«[22], das 1923 zusammen mit einem Griechisch-Lehrbuch erschien. Unmittelbarer Anlass für die Herausgabe des Buches war die Predigt eines Baptistenpredigers an der First Presbyterian Church in New York, Harry Emerson Fosdick, der am 21.Mai 1922 über das Thema »Sollen die Fundamentalisten gewinnen?« sprach, eine Predigt, die landesweite Verbreitung fand und als »Schlachtruf für den Liberalismus« gelten kann[23]. In dieser Predigt behandelt er drei zentrale christliche Lehren: die Unfehlbarkeit der Schrift, die Jungfrauengeburt und die Wiederkunft Christi. Er stellt die konservative und die liberale Auslegung dieser Dogmen vor[24] und kommt zu dem Ergebnis, dass die Kirche für Anhänger beider Auslegungen groß genug sein müsse. Die Fundamentalisten, die das anders sehen, sind, natürlich, engherzig, intolerant und ewiggestrig. Zudem sei es eine Schande, sich über Kleinigkeiten (!) zu streiten, während die Welt zugrundegehe[25].

Christentum und Liberalismus

Es verwundert nicht, dass Machen diese Herausforderung annahm. »Diese Zeit«, schreibt er in seiner Einleitung zu »Christentum und Liberalismus«, »ist eine Zeit des Konflikts«[26] – und der Hauptgegner des Christentums die liberale Theologie[27]. Machens These: Das Christentum ist primär eine Lehre, kein Lebensstil (auch wenn eine bestimmte Lebensweise aus dieser Lehre folgt)[28]. Machen bezieht sich insoweit auf 1. Korinther 15, 3-7 und erklärt: »Was also ist der Inhalt der Lehre der Urgemeinde? Lehrte sie ein generelles Prinzip des Vaterseins Gottes oder der Brüderlichkeit der Menschen? Lehrte sie eine diffuse Bewunderung für die Persönlichkeit Jesu, wie sie in der modernen Kirche vorherrscht? Nichts könnte weiter entfernt sein von den Tatsachen. »Christus starb für unsere Sünden«, erklärten die ersten Jünger, »nach der Schrift; er ist begraben worden und er ist auferstanden am dritten Tage nach der Schrift«. Von Anfang an bestand das christliche Evangelium – wie auch der Name »Evangelium«, das heißt »Gute Nachricht«, impliziert – aus einem Bericht über etwas, das geschehen war. Und von Anfang an wurde die Bedeutung dessen, was da geschehen ist, überliefert. Und die Überlieferung dieser Bedeutung war: christliche Lehre. »Christus starb« – das ist Geschichte. »Christus starb für unsere Sünden« – das ist Lehre. Ohne diese beiden Elemente, verbunden in unauflöslicher Einheit, gibt es kein Christentum«[29].

Nach diesen grundlegenden Feststellungen erörtert Machen die verschiedenen Sichtweisen auf Gott und die Menschen, die Bibel, Christus, die Erlösung und die Kirche. Er wehrt sich gegen die liberale Tendenz, das Wort »Gott« als eine Art Weltgeist zu verstehen, der nicht mehr von seiner Schöpfung zu unterscheiden ist. Bezüglich der Sicht auf den Menschen bemerkt Machen scharfsinnig, dass Grundlage der modernen liberalen Bewegung der Verlust des Bewusstseins von Sünde ist[30]. Weil die Kirche aber nicht mehr von Sünde überführt, steht sie vor einer völlig unmöglichen Aufgabe: Gerechte zur Buße zu rufen[31]. Er verteidigt die Inspiration und Unfehlbarkeit der Bibel und setzt sich mit einem Argument auseinander, das seiner Aktualität wegen kurz wiedergegeben werden soll: »Manchmal entsteht der Eindruck, dass der moderne Liberale die Autorität der Schrift durch die Autorität Jesu ersetzt. Er kann die aus seiner Sicht perversen moralischen Lehren des Alten Testaments oder die sophistischen paulinischen Argumente nicht akzeptieren, sagt er. Aber er betrachtet sich dennoch als echten Christen, denn indem er den Rest der Bibel verwirft, ist er alleine von Jesus abhängig. Dieser Eindruck aber ist vollkommen falsch«[32]. Denn der liberale Theologe akzeptiert nur einen kleinen Teil der Jesus-Worte überhaupt als echt, und muss gerade dessen hohe Sicht der Bibel revidieren. Das, was er als Zweck des Lebens Jesu herausarbeitet, ist lediglich eine willkürliche Zusammenstellung der wenigen Schriftstellen, die mit der modernen Theologie noch in Einklang zu bringen sind. »Es ist«, schließt Machen, »darum kein Wunder, dass die liberale Theologie sich völlig vom Christentum unterscheidet, denn ihre Grundlage ist eine andere. Das Christentum ist gegründet auf der Bibel. Die liberale Theologie dagegen ist gegründet auf den wechselhaften Gefühlen sündiger Menschen«[33].

Machens Buch war kein Bestseller. 1923 wurden lediglich 1.000 Exemplare verkauft. Erst die Kritiken, insbesondere die negativen, erwiesen sich als absatzfördernd. Die beabsichtigte Wirkung aber blieb aus, wollte Machen mit seiner Darlegung doch gerade auf eine Trennung von Liberalen und Orthodoxen hinwirken[34]. Statt dessen erhielt er von Ross Stevenson, seit 1914 Präsident des Princeton Theological Seminary und Vertreter moderater Positionen, einen Glückswunschbrief, in dem er bemerkte, man solle keinen Ärger dadurch hervorrufen, dass man die Liberalen aus der Kirche treibe, sondern vielmehr versuchen, sie zu gewinnen[35]. Dabei hatte Machen zu solchem Einheitsstreben doch geschrieben: „Die Einheit, die gemeint ist, ist oft eine Einheit mit der Welt gegen den Herrn, oder bestenfalls eine erzwungene, mechanische Einheit tyrannischer Ausschüsse“[36]. Es blieb letztlich Machen selbst überlassen, diese Einheit zu beenden.

Verlorene Kämpfe

Princeton wurde seit seiner Gründung geleitet von einem Direktoren-Ausschuss, zuständig für die theologische Ausrichtung, und einem Kuratorium, das sich im Wesentlichen um organisatorische und finanzielle Fragen zu kümmern hatte. Als die Generalversammlung der Presbyterianischen Kirche unter dem Einfluss des Präsidenten des Seminars Stevenson erwog, dieses Leistungsmodell zugunsten eines einzigen Gremiums aufzugeben, war nicht nur Machen alarmiert – denn im Kuratorium gab es eine große liberale Mehrheit[37]. Machen schreibt in einem privat gedruckten Aufsatz: »Die Leitung durch ein einziges Gremium ist eine sehr gefährliche Leitungsform für eine theologische Institution. Mit ziemlicher Sicherheit würden in diesem Gremium viele Menschen sitzen, die eher Geschäftsleute sind als Theologen – und in theologischen Fragen ist Unwissenheit in nahezu gleicher Weise dazu geeignet, eine Institution in die Hände der Feinde des Glaubens fallen zu lassen, wie offener Ungehorsam gegen Gottes Wort«[38]. Trotz zahlreicher Proteste, an der sich auch die »Liga Evangelikaler Studenten« beteiligte, als deren theologischer Berater Machen fungierte, wurde die geplante Umstrukturierung beschlossen. Machen, der vorab erklärt hatte, dass er das Seminar für »tot« halte, wenn die konservative Mehrheit im Direktoren-Ausschuss verloren ginge[39], zog die Konsequenzen. Nach über 22 Jahren Dienst kündigte er seine Stellung in Princeton. Es sollte nicht die einzige Stellung sein, die er verlor, denn auch die Presbyterianische Kirche selbst kam langsam aber sicher von ihrem traditionell bibeltreuen Kurs ab.

Erstmals fassbar wurde dies im Mai 1924, als ein 11-köpfiges Konferenz-Komitee die sogenannte »Auburn-Affirmation« verabschiedete, die in der Folge von über 1200 Pastoren der Presbyterianischen Kirche unterschrieben wurde. Hierin wurde die Entscheidung der Generalversammlung kritisiert, die 1910, 1916 und noch einmal 1923 die Bejahung der Unfehlbarkeit der Schrift, der Jungfrauengeburt und Göttlichkeit Christi, der stellvertretenden Sühne, der körperlichen Auferstehung Jesu und der Authentizität seiner Wunder als Vorbedingung für eine Ordination festgelegt hatte. Ziel dieses von Auburn-Professor Robert Nichols maßgeblich mit verfassten Papiers war es, alle diese Glaubenslehren als für den pastoralen Dienst »nicht wesentlich« (!) einzuordnen, um die Einheit und Freiheit der Kirche zu bewahren. Diese Erklärung erregte selbstredend heftigen Widerspruch von konservativer Seite[40]. Auch Machen selbst griff die Erklärung als »Attacke auf den christlichen Glauben« scharf an: »Von Anfang an hat das Heidentum in dieser oder jener Form versucht, das Volk Gottes zu verschlingen. Immer war es darauf aus, den Unterschied zwischen Kirche und Welt zu verwischen. Immer hat es versucht, das Anstößige des christlichen Glaubens dadurch zu entfernen, indem es die Kirche dazu verführte, das zu werden, was die Auburn Affirmation eine »inklusivistische« Kirche nennt«[41]. Er kritisierte dabei nicht nur die Unterzeichner selbst, sondern auch diejenigen, die ihnen um des Friedens der Kirche willen nicht entgegentraten: »Manchmal glaube ich, dass diejenigen, die Konflikte anprangern, sich nie mit der Geschichte beschäftigt, jedenfalls aber nie das Wort Gottes gelesen haben. (…) In der ganzen Kirchengeschichte hat es immer Pazifisten gegeben, die bestrebt waren, das eigentliche Problem zu verschleiern und den falschen Frieden des Kompromisses hervorzubringen«[42]. Trotz all dieser Proteste besetzten die Unterzeichner dieser Erklärung mehr und mehr Positionen in der Presbyterianischen Kirche. Entscheidend für Machens Bruch mit seiner Kirche wurde jedoch ein weiteres Dokument, das 1933 von einer von William Hocking geleiteten Untersuchungskommission mit der Unterstützung der presbyterianischen und sechs anderer Kirchen herausgegeben wurde. Das Werk mit dem Titel »Mission neu denken« gab den Exklusivitätsanspruch Jesu auf und plädierte für eine synkretistische Missionsarbeit, deren neue Aufgabe es war, so spottete Machen, Wahrheit zu suchen statt sie zu präsentieren[43]. Er versuchte zunächst auch hier, innerkirchlich gegenzusteuern und legte seinem Presbyterium in New Brunswick einen Vier-Punkte-Plan vor, mit dem er sicherstellen wollte, dass der Ausschuss für Auslandsmission der Presbyterianischen Kirche nicht mit Kandidaten besetzt würde, die solche Positionen teilten. Das Presbyterium arrangierte eine Diskussion mit Robert Speer, bereits in der Princeton-Debatte ein Gegenspieler Machens, die für Machen zum Desaster geriet. Speer gelang es, Machen als kleinlichen Bedenkenträger darzustellen, während er selbst den Vertreter der christlichen Einheit gab[44]. Obwohl er zunächst unterlag, gelang es Machen, seinen Antrag mit Hilfe eines Freundes über das Presbyterium in Philadelphia der Generalversammlung vorzulegen – wo er schließlich abgelehnt wurde. Machen zog die Konsequenzen und organisierte zusammen mit einigen Unterstützern einen unabhängigen Ausschuss für Auslandsmission, insbesondere um sicherzustellen, dass die gespendeten Gelder auch nur solche Missionare erreichten, die tatsächlich das Evangelium predigten. Hiermit traf er die Kirche empfindlich, offenbar auch, da es um viel Geld ging. 1934 erklärte die Generalversammlung diesen unabhängigen Ausschuss für kirchenverfassungswidrig, forderte seine sofortige Schließung und Maßnahmen der Kirchenzucht gegen alle daran Beteiligten. Dieser Schritt Machens führte dazu, dass auch einige konservative Kollegen mit ihm brachen, unter anderem Oswald Allis und Samuel Craig[45], der Gründer von »Christianity Today«. In der Folge ging die Kirchenleitung gegen Machen und seine Unterstützer mit Disziplinarverfahren vor. Da sich Machen weiterhin weigerte, den Ausschuss wieder aufzugeben, wurde er im März 1935 seines Amtes als Pastor enthoben. Der Einspruch Machens gegen diese Entscheidung wurde von der Generalversammlung 1936 endgültig verworfen. Machen selbst erklärt seine Beweggründe dafür, warum er der Anordnung der Generalversammlung nicht Folge leisten kann: „Gehorsam gegenüber dieser Anweisung bedeutet Unterstützung für einen Kurs, der gegen das Evangelium Christi gerichtet ist. Ihr zu folgen beinhaltet, die Autorität des Wortes Gottes durch menschliche Autorität zu ersetzen«[46].

Neue Aufbrüche

Bereits 1929 gründete Machen das Westminster Theological Seminary. Ihm folgten nicht nur Robert Wilson und Oswald Allis, die Altes Testament unterrichteten, sondern auch Cornelius van Til, der den Lehrstuhl für Apologetik besetzte und 1930 John Murray als Professor für Systematische Theologie. Auch Ned Stonehouse, Machens späterer Biograph, stieß aus Amsterdam hinzu, wo er gerade seine Promotion abgeschlossen hatte[47]. Westminster nahm die Arbeit auf und zählte bereits früh einflussreiche Männer zu seinen Absolventen, etwa Oliver Buswell, später Präsident in Wheaton, John Ockenga, später Präsident des Fuller Seminary, Carl McIntire, den Gründer des »International Council of Christian Churches« und den insbesondere in Europa bekannt gewordenen Francis A. Schaeffer[48].

1935, kurz nach seiner Amtsenthebung als Pastor, begannen die Planungen für die Gründung einer neuen Denomination. Am 11. Juni 1936 leitete Machen die erste Generalversammlung der Presbyterianischen Kirche Amerikas, die 1939 aufgrund einer Klage in »Orthodoxe Presbyterianische Kirche« umbenannt werden musste. Im Rückblick berichtet Machen: »Wir wurden endlich Mitglieder einer wahren Presbyterianischen Kirche. Wir hatten endlich wieder wahre christliche Gemeinschaft gefunden. Was für ein herrlicher Moment war das! Die langen Jahre des Kampfes spielten keine Rolle mehr verglichen mit der Freude und dem Frieden, der unsere Herzen füllte.« Ein Mitstreiter Machens verteidigt die Gründung Orthodoxen Kirche: »Die Presbyterianische Kirche hat es Menschen, die Kernlehren des christlichen Glaubens ablehnen, gestattet, innerhalb der Kirche zu bleiben. Sie hat diese Menschen in Ehren-, Macht- und Vertrauensstellungen befördert. Sie hat Pastoren akzeptiert und ordiniert, die das Christentum ablehnen. (…) Die Kirche hat sich geweigert, falsche Lehren zu verwerfen. Stattdessen hat sie die Wahrheit verworfen«[49].

Am 1. Januar 1937 forderten die ständigen Kämpfe ihren Tribut. Während eines Aufenthaltes in North Dakota starb Machen an einer Lungenentzündung.

Machens Vermächtnis

Nichols findet in seiner Biographie viele Ähnlichkeiten Machens mit Martin Luther, wenn er schreibt: »Beide waren nicht willkommen in den Kirchen, die sie ordiniert hatten, die sie liebten und für die sie lebten. Und beide waren unerwünscht aus demselben Grund: Sie hinterfragten den Trend zur Abkehr von theologischen Eckpfeilern und biblischen Grundlagen. Beide standen sie unter Häresie-Anklage (auch wenn Machens Leben nie in Gefahr war), und beide haben letztlich neue Glaubensgemeinschaften gegründet. Beide hinterließen ein Erbe biblischer und theologischer Gelehrsamkeit, und beide dienen als Vorbild für diejenigen, die den Wunsch hegen, den Glauben zu verteidigen«[50]. Selbst wenn dieser Vergleich etwas hoch gegriffen sein mag, so ist die Beharrlichkeit, mit der Machen für die orthodoxe christliche Lehre eintrat, sicher bewundernswert. Auch einige seiner Gegenspieler haben dies anerkannt. Pearl Buck, eine presbyterianische China-Missionarin, die öffentlich die Gottheit Christi ablehnte und von ihm nur als der »Verkörperung des größten Menschheitstraumes« sprach[51], erkannte an: »Er stand für etwas, und jeder wusste, was das war.[52]« Und der kirchenkritische Journalist Henry Mencken kommentierte in seinem Nachruf »Dr. Fundamentalis«: »Es ist das eine, Religion abzulehnen, eine völlig andere Sache aber, sie dadurch zu retten zu versuchen, indem man sie ihrer gesamten Substanz beraubt. (…) Machen ist gescheitert – aber er hatte unzweifelhaft Recht[53]«.

In sehr vielen Fällen haben Menschen, die jedem Konflikt ausweichen, die großen Wahrheiten des Glaubens entweder schon verloren oder sind im Begriff, dies zu tun.

Neben Machens Verteidigung der Orthodoxie ist sein Insistieren auf klaren Definitionen und vernünftigen Aussagen gerade auch in Glaubensdingen in der Postmoderne nicht überholt, sondern mindestens ebenso aktuell wie in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Und auch folgender Satz gehört zu dem Vermächtnis eines Mannes, dessen Leben geprägt war von Kontroversen: »In sehr vielen Fällen haben Menschen, die jedem Konflikt ausweichen, die großen Wahrheiten des Glaubens entweder schon verloren oder sind im Begriff, dies zu tun«[54].

Zum Weiterlesen:

Hervorragend als Einstieg in Leben und Werk geeignet ist Stephen J. Nichols „J. Gresham Machen – A Guided Tour of his Life and Thought“, Philippsburg 2004. Das umfangreichere Standardwerk über Machen ist die von seinem ehemaligen Schüler und späteren Dozenten in Westminster Ned Stonehouse verfasste Biographie „J. Gresham Machen: A Biographical Memoir“, Edinburgh 1987. Machens Auseinandersetzungen mit der Bibelkritik fasst Terry Chrisope in seinem Buch „Toward a sure faith“, Rossshire 2000, zusammen. Die gesamte Modernismus-Debatte wird aufgearbeitet von D.G. Hart, „Defending the Faith: J. Gresham Machen and the Crisis of Conservative Protestantism in Modern America“, Grand Rapids 1995. Von Machen selbst ist der Klassiker „Christianity and Liberalism“ unbedingt empfehlenswert (erscheint 2013 auf Deutsch). Umfangreicher ist der Nachfolger „What is faith?“ sowie seine Werke „The virgin birth of Christ“ und „The Origin auf Paul’s Religion“. Wer einen Überblick über das gesamte Schaffen benötigt, dem kann „J. Gresham Machen: Selected Shorter Writings“, herausgegeben von D.G. Hart, empfohlen werden.

[1] Wallace, in: RGG4/5, Sp. 638.

[2] Stephen J. Nichols, »J. Gresham Machen – A guided tour of his life and thought«, Phillipsburg 2004, S. 14.

[3] Zeit seines Lebens war Machen aufgrund größerer Erbschaften finanziell unabhängig, vgl. Ned. B. Stonehouse, »J. Gresham Machen – A Biographical Memoir«, Edinburgh 1987, S. 393.

[4] Seine Biographen deuten eine etwas schwierige Persönlichkeit an, vgl. etwa George Marsden, »Understanding J. Gresham Machen«, in: Understanding Fundamentalism and Evangelicalism, Grand Rapids 1991, S. 186 u. 200; Nichols, S. 14; Stonehouse, S. 389; Chrisope, S. 67.

[5] Nichols, S. 28 (Übersetzung hier und im Folgenden durch den Autor).

[6] Machen schreibt in einem Brief an seinen Vater vom 26.01.1926: »Ohne die Dinge, die ich von dir und Mutter gelernt habe, hätte ich jeden Gedanken an Religion aufgegeben«, Stonehouse, S. 116. In seinem autobiographischen Aufsatz »Christianity in Conflict« erklärt er, die Ursache für sein Beharren auf dem biblischen Christentum sei deutlich mehr als an jedem anderen Ort in seinem Elternhaus zu finden, in: D. G. Hart, »J. Gresham Machen: Selected Shorter Writings«, Phillipsburg 2004, S. 548.

[7] Auch »der Löwe von Princeton« genannt, bekannt etwa durch seine Auseinandersetzung mit der charismatischen Bewegung („Counterfeit Miracles“) und seine Verteidigung der Inspiration („The Inspiration and Authority of the Bible“).

[8] Nichols, S. 31.

[9] Nichols, S. 32.

[10] Machen selbst bezeichnet sie als »Zeit des Kampfes und der Seelenangst. Ich lebte in einer Umwelt, in der die christliche Religion, wie ich sie kannte und liebte, vor langer Zeit aufgegeben worden war«, Christianity and Culture, in: Selected Shorter Writings, S. 560.

[11] Wilhelm Herrmann, 1846-1922, war ein Schüler Ritschls und einer der einflussreichsten liberalen Theologen seiner Zeit. Das Beharren auf biblischen Glaubensinhalten galt ihm als »katholisierende Lehrgesetzlichkeit«, Weinhardt, in: RGG4/3, Sp. 1687. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten Barth und Bultmann.

[12] Stonehouse, S. 106: »Herrmanns theologisch liberale Einstellungen wirkten beeindruckend attraktiv und herzlich. Dies lag weniger an der Plausibilität seiner Argumente als an der beinahe magnetischen, überwältigenden Anziehungskraft seines glühenden religiösen Lebens«, S. 105. Machen selbst schrieb über Herrmann an seine Mutter: »Er mag zwar unlogisch und einseitig sein, aber ich sage dir, er ist lebendig«, zitiert bei Chrisope, S. 79.

[13] Terry Chrisope bezeichnet Machen zu Recht als einen Mann von »großer intellektueller Ehrlichkeit«, »Toward a sure faith«, Rossshire 2000, S. 18: »Er hätte einer Behauptung nicht geglaubt, von der er der Überzeugung war, dass sie nicht auch historisch wahr sei«.

[14] Zusammenfassung und Analyse bei Chrisope, S. 155ff.

[15] Reuben Archer Torrey, der Theologie in Yale studierte, war zunächst Anhänger der liberalen, bibelkritischen Theologie, bevor er sich auf für die Orthodoxie entschied und Zeit seines Lebens verteidigte.

[16] Stonehouse bemerkt, Machen habe sich nie selbst als »Fundamentalist« bezeichnet, S. 337. Offenbar gefiel Machen der Begriff nicht. So schreibt er, er verstehe nicht, weshalb die christliche Religion auf einmal zu einem „-ism“ werden müsse (Christianity in Conflict, in: Selected Shorter Writings, S. 566); vgl. zum Thema auch Machens Aufsatz „What Fundamentalism stands for now“, in: Selected Shorter Writings, S. 116-122.

[17] Machen war grundsätzlich sehr kriegskritisch eingestellt, obwohl Präsident Woodrow Wilson ein alter Freund der Familie und bis 1910 Rektor in Princeton war, vgl. Nichols, S. 13; 31.

[18] Nichols, S. 43.

[19] J. Gresham Machen, »The Origin of Paul’s Religion«, New Edition, Birmingham 2006, S. 3.

[20] Machen, The Origin of Paul’s Religion, S. 4.

[21] Nichols, S. 45 und 49.

[22] »Christianity and Liberalism«, Michigan 1923; thematisiert wird nicht der politische, sondern der theologische Liberalismus, dessen zentrale These im Ablehnen alles Übernatürlichen bestand. Das Buch basiert auf einem zuvor in der »Princeton Theological Review«, Vol. XX, 1922, erschienenen Aufsatz »Liberalsim or Christianity«. Machen widmete das Buch seiner Mutter.

[23] Nichols, S. 50; Fosdick selbst bezeichnete die Predigt in seiner Autobiographie als Misserfolg.

[24] Bezüglich der Jungfrauengeburt heißt das etwa: »An eine Jungfrauengeburt als Erklärung für eine außergewöhnliche Persönlichkeit zu glauben ist eine der geläufigen Wege, mit dem die antike Welt ungewöhnliche Überlegenheit betrachtet hat«.

[25] Harry Emerson Fosdick, »Shall the Fundamentalists Win?«, in: Michael Warner, »American Sermons: The Pilgrims to Martin Luther King, Jr.«, New York 1999, S. 775-786.

[26] J. Gresham Machen, Christianity and Liberalism, S. 2.

[27] Machen, Christianity and Liberalism, S. 53.

[28] Machen, Christianity and Liberalism, S. 23; ebenso Machen, The Origin of Paul’s Religion, S. 168: “Logically, the doctrine comes first”.

[29] Machen, Christianity and Liberalism, S. 27.

[30] Machen, Christianity and Liberalism, S. 64.

[31] Machen, Christianity and Liberalism, S. 68.

[32] Machen, Christianity and Liberalism, S. 76.

[33] Machen, Christianity and Liberalism, S. 79.

[34] Nichols, S. 95.

[35] Nichols, S. 96.

[36] Machen, Christianity and Liberalism, S. 179.

[37] Stonehouse, S. 441.

[38] J. Gresham Machen, »The Attack upon Princeton Seminary: A plea for fair play«, in: Selected Shorter Writings, S. 319.

[39] Stonehouse, S. 427.

[40] Vgl. etwa David Kennedy, »Liberty Within Evangelical Bounds«, in: The Presbyterian, 05.03.1925, Vol. 95, Nr. 10; Hall McAllister Griffiths, The Heretical »Auburn Affirmation«: A Menace to the True Peace and Purity of the Presbyterian Church, Philadelphia 1932; Gordon Clark, The Auburn Heresy, 1935, veröffentlicht in: The Southern Presbyterian Journal, 15.07.1946.

[41] J. Gresham Machen, »Shall the General Assembly Represent the Church?«, in: The Presbyterian, 05.03.1925, Vol. 95, Nr. 10, S. 6-8.

[42] J. Gresham Machen, »The Mission of the Church«, in: The Presbyterian, 08.04.1926, Vol. 96, Nr. 14, S. 10f.

[43] Nichols, S. 65; Machens Haltung zur Mission ist kurz dargestellt in »The Christian View of Missions«, in: J. Gresham Machen, »What is Christianity?«, herausgegeben von Ned Stonehouse, Grand Rapids 1951.

[44] Nichols, S. 67. Von seinem Kollegen Charles Erdmann wurde Machen öffentlich bezichtigt, voller »Lieblosigkeit, Argwohn, Bitterkeit und Intoleranz« zu sein, Stonehouse, S. 375.

[45] Nichols, S. 70, bezeichnet auch darum diesen Schritt Machens als eines der am schwersten interpretierbaren Ereignisse seines Lebens.

[46] Machen, »Statement to the Presbytery of New Brunswick«, in: Selected Shorter Writings, S. 332 u. 335.

[47] Nichols, S. 61.

[48] Zum Einfluss Machens auf Schaeffer vgl. Colin Duriez, »Francis Schaeffer: An authentic Life«, Wheaton 2008, dort insbesondere Kapitel 2, S. 33-43. Schaeffer selbst geht auf die Modernismus-Debatte um Machen in seinem Buch »Die große Anpassung – Der Zeitgeist und die Evangelikalen«, 3. Aufl., Bielefeld 2008, S. 40f. ein.

[49] John Galbraith, »Why the Orthodox Presbyterian Church?«, veröffentlicht vom »Committee on Christian Education of the OPC« , 1939. Der Aufsatz ging auf die Kritik der Christen ein, die in der alten Kirche geblieben waren und geht so weit, dies als Sünde zu bezeichnen.

[50] Nichols, S. 15.

[51] Nichols, S. 65.

[52] Pearl Buck, »Tribute to Dr. Machen«, The New Republic, 20.01.1937.

[53] Henry Mencken, »Dr. Fundamentalis«, Baltimore Evening Sun, January 18, 1937, 2nd Section, p. 15. In ebendiesem Artikel erklärt er, Machens calvinistischer Glaube stünde in seinem »privaten Horrorkabinett nicht weit entfernt vom Kannibalismus«.

[54] J. Gresham Machen, »What is the gospel?«, Union Seminary Review 38 (1927), S. 160.


Hier noch ein Nachtrag der Redaktion: Zum Leben von John Gresham Machen gibt es relativ wenig Ressourcen in deutscher Sprache. Daher hier ein sehr guter Vortrag von Stephen Nichols (Ligonier Ministries) zum Thema, das wir empfehlen können und glücklicherweise simultan ins deutsche übersetzt wurde:


#11 Vorbilder

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Daniel Facius

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